Donnerstag, 28. Mai 2026

Kultur-Marathon, Kunstgenies und Roberts Kapitulation

Heute steht wieder ein volles Programm auf dem Zettel – so voll, dass uns zwischendurch kurz die Puste ausgeht! Wir starten beim Bischofspalast mit seinem berühmten „Papstfenster“, von wo aus Johannes Paul II. früher immer zu den Jugendlichen spricht.

 

 
 

Gleich nebenan geht es ins Gotik-Museum (Ciołek-Palast), das mit seinen uralten, sakralen Kunstwerken und Ikonen eine ganz eigene, fast mystische Ruhe ausstrahlt.



Johann III Sobieki - der Retter Wiens. 


Genau dort passiert es dann: Kultur-Overload! Robert wirft das Handtuch und gibt offiziell auf. Die Beine wollen nicht mehr, die Augen sind rot und der Kopf geht über. Er flüchtet in die Wohnung und legt sich flach. Ich gönne mir stattdessen ein weltliches Vergnügen: den Kauf einer schicken neuen Handtasche und ein paar frischen Shirts für Robert, um die Lebensgeister wieder zu wecken. Hat bei mir zumindest phantastisch funktioniert!
Frisch motiviert und mit den Einkäufen im Rucksackerl marschiere ich alleine weiter und besuche das Jan-Matejko-Haus. Matejko ist der polnische Nationalmaler schlechthin – absolut vergleichbar mit Hans Makart in Wien – und berühmt für seine riesigen, dramatischen Historiengemälde. In seinem Wohnhaus bekommt man einen genialen Einblick in sein Leben und Schaffen.
 




 Gleich danach besuche ich das Josef-Mehoffer-Haus – und das ist ein echter Traum. Mehoffer ist ein Meister des Jugendstils (ein polnischer Klimt, wenn man so will – die beiden kennen sich ja sogar von der Wiener Akademie der bildenden Künste), sein Schwerpunkt Glasmalerei. Sein Haus präsentiert sich als echtes Gesamtkunstwerk. Die bunten Räume, die Jugendstil-Möbel und vor allem der wunderschöne, idyllische Garten mitten in der Stadt sind einfach überwältigend. Um den Tag gebührend abzuschließen, genieße ich dort ein Glaserl kalten Weißwein im grünen Garten.
 
 

 


 
Zurück in der Wohnung die Überraschung: Robert ist wieder ausgeschlafen und der Installateur hat heroisch ein kleines Badezimmerproblem gelöst. Jetzt lege ich mich erst mal kurz nieder, bevor es zum gemeinsamen Abendessen geht.
Das Fazit des Tages: Die Mägen sind voll, die Taschen auch, die Köpfe sowieso. Und Roberts Füße zeigen eine leichte Wanderröte und hoffen inständig auf ein Happy End im Sitzen!

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